Vita
Andrea Denis, geboren 1959, wohnt mit ihrer Familie in Lebach und arbeitet dort als freischaffende bildende Künstlerin und Lyrikerin sowie als staatlich anerkannte Interdisziplinäre Kunsttherapeutin und Kreativpädagogin (Magister Artium).
Im Jahre1996 gründete Andrea Denis „DIE KLEINE KUNSTFABRIK".
In ihrer individuellen Kunstschule „DIE KLEINE KUNSTFABRIK" - für Kinder Jugendliche und Erwachsene - unterrichtet sie seit 1996 Bildende Kunst und kreative Methoden in ganzheitlich orientierten Kunstkursen und in Kreativworkshops. Besondere intermediale Kurse für Seele-Körper-Geist sowie Art Coaching ergänzen das Unterrichtsangebot.
Zur Prävention, Heilung, Selbsterfahrung u.v.m. bietet die Kunsttherapie weitere tiefgreifende Möglichkeiten auf künstlerischer Basis.
Seit 2000 ist sie Mitglied im "Kunstforum Saarlouis".
Andrea Denis ist Preisträgerin verschiedener Gedichtpreise.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet Andrea Denis auch wissenschaftlich im Bereich der interdisziplinären Kreativpädagogik, mit den Schwerpunkten: Gesunde Gesamtentwicklung von Kindern und Jugendlichen bis hin zum Erwachsenen mittels Kunst, Förderung von Kreativität, künstlerische Entwicklung, Gesundheit und Prävention sowie Art Coaching.
Im Mittelpunkt des Schaffens der Künstlerin steht der Mensch, in all seinen Facetten und Beziehungen, seinen Leidenschaften und Gedanken. Andrea Denis´ Werke sind Momentaufnahmen der Liebe, zwischenmenschlicher Beziehungen, Gefühle und Möglichkeiten. Ihre Werke entstehen auf Papier, Papyrus oder Leinwand in verschiedenen Techniken, werden modelliert oder finden sich in Kleinskulpturen und auch in Ihrer Buchkunst wieder.
Die Poesie ihrer bilddurchfluteten Sprache wirkt nicht nur in der Emotionalität und Mystik ihrer Bilder, sondern auch in ihren Illustrationen, Bilderbüchern und vor allem in ihrer Lyrik, welche auch in Lesungen, in Songs oder in spannenden Projekten zu erleben ist, so z. B. in verschiedenen Lyrik-Musik-Projekten wie „Nicht ganz von dieser Welt..." und „Madonna Mystica", die gemeinsam mit den Musiker und Countertenor Orlando (Roland Kunz) entstanden sind, oder auch in außergewöhnlichen intermedialen Projekten, wie z.B. „Gefühlte Poesie", Lesungen der besonderen „ART", in denen durch Verknüpfungen der Sinne die „Hörer und Schauenden" aktiv in die Lesungen mit einbezogen werden.
Was bisher geschah:
Bis 1998 - bürgerliches Vorleben mit drei gesellschaftsfähigen Berufsausbildungen, Berufsausübungen, Familiengeschichten und lebenslange Auseinandersetzung mit der Kunst und Lyrik
1993 - 1995 - Studium der Theologie
1996 - Selbständige Tätigkeit als freischaffende Kunstmalerin und Lyrikerin und Gründung des Ateliers und Kunstschule „Die Kleine Kunstfabrik“ (Kurse und Unterricht kreativer Methoden und der Bildenden Kunst mit ganzheitlichem Ansatz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene)
2000 - Mitglied im "Kunstforum Saarlouis"
2004 - 2008 - Magisterstudium an der staatlich anerkannten Internationalen Hochschule für Künstlerische Therapien und Kreativpädagogik, Calw.
2005 - Preisträgerin des Etaina - Edeka-Gedichtpreises 2005
2006 - Bachelor of Arts (Kreative Pädagogik und Therapie)
2008 - Magister Artium (Interdisziplinäre Kunsttherapie und Kreativpädagogik, Internationale Hochschule, Calw)
2009 - Preisträgerin des internationalen Lyrik-Wettbewerbs "Kunst und Natur" - Überherrner Kultursommer 2009
Ausstellungen
1997 - Rathaus Lebach
1998 - Saar Bank Heusweiler
1999 - Casino HBL, Freyming-Merlebach, Frankreich
- Rathaus Lebach
2000 - Galerie Treinen, Saarbrücken
2000 - Kunstforum Leismann, St. Ingbert
2000 - Schloss Buseck, Bubach-Calmesweiler
2002 - Küchenforum, Lebach
2003 - Körpricher Landbräu
2004 - Rathaus Lebach
2005 - Rathaus Riegelsberg
2005 - Galerie Beck, Homburg-Schwarzenacker
2006 - Galerie Andrea Denis - ganzjährige Werkausstellung in den eigenen Räumen, Lebach
2008 - Bad Wildbad
2009 - 7. Internationales Künstlersymposion anl. der "Welt der Familie", Saarbrücken
sowie verschiedene Gemeinschaftsausstellungen und Kalenderprojekt mit den Mitgliedern des Kunstforums Saarlouis; diverse Kindergarten- und Schulprojekte und Workshops
Lyrik-Projekte
2000 - Lesung, Bettinger Mühle, Schmelz
2005 - Musik-Lyrik-Projekt "Nicht ganz von dieser Welt" - Orlando/Roland Kunz (Gesang, Keyboard), Paula Maria Kunz (Gesang), Andrea Denis (Lyrik), Uraufführung Rathaus Riegelsberg
2005 - ETAINA-EDEKA - Gedichtpreis "Erinnerungskonfetti", Tholey
2006 - Musik-Lyrik-Kunst-Projekt "Madonna Mystica" - Orlando/Roland Kunz (Gesang,Keyboard), Bernd Wegener (Percussion), Andrea Denis (Malerei, Lyrik), Uraufführung Wintringer Kapelle, Kleinblittersdorf
2007 - Musik-Lyrik-Projekt "Nicht ganz von dieser Welt" - Orlando/Roland Kunz (Gesang, Keyboard), Paula Maria Kunz (Gesang), Bernd Wegener (Percussion), Andrea Denis (Lyrik), Die Kleine Kunstfabrik, Lebach
2007 - Musik-Lyrik-Kunst-Projekt "Madonna Mystica" - Orlando/Roland Kunz (Gesang,Keyboard), Bernd Wegener (Percussion), Andrea Denis (Malerei, Lyrik), Rathaus Riegelsberg
2007 - "Gefühlte Poesie" - Intermediales Lyrikprojekt, Gerhard Lang (Gitarre), Andrea Denis (Lyrik und mehr ...), Veritas, St. Ingbert
Veröffentlichungen
1999 - Kunstkalender Andrea Denis (Auftraggeber Fa. Repa-Druck, Ensheim)
2000 - Gedichtband 1 „gedichte“*
2003 - Kunstratgeber „Verständnis für Kinder- und Jugendkunst“*
2004 - Illustrationen zum Buch „Tödliche Zeitreise“,Viktoria M. Stein, cjm-Verlag
2004 - Gedichtband 2 „lyrisches“*
2004 - Bildband/Kinderbuch "Gute Nacht, kleine Sonne"*
2005 - Gedichtband 3 „nicht ganz von dieser welt“*
2005 - Bildband „Stärker als der Tod ist die Liebe“*
2005 - Mitwirkung an der CD´"Icetales" - Orlando und die Unerlösten (Lyrics)
2006 - Mitwirkung an der CD "Nightspace" - Orlando und die Unerllösten (Lyrics)
2006 - Bild-Lyrik-Band „Nicht ganz von dieser Welt ...“*
2007 - Mitwirkung an der CD "Madonna Mystica" - Orlando/R.Kunz, B. Wegener, A. Denis (Lyrik, Collagen, Malerei)
2007 - Bild-Lyrik-Band „Madonna Mystica“ (Begleitbuch zur gleichnamigen CD von Orlando/Wegener/Denis)*
2008 - Engelkalender Andrea Denis*
2008 - "Und liebt ein Engel" - Kunstbildband mit Lyrik, Andrea Denis*
2009 - Illustrationen zur Anthologie "Wasserzauber, Feuertanz", Etaina Verlag
* im Eigenverlag
Wissenschaftliche Arbeiten
- Kreativpädagogik:
"Die Entwicklung der Kinderzeichnung im Übergang zur Jugendzeichnung unter Berücksichtigung kreativer und künstlerischer Methoden (Ansätze) zur Überwindung der "kritischen zeichnerischen Phase" in der Adoleszenz"
- Kreativpädagogik:
"Die Bedeutung von Kreativität und Kunst von Kindern und Jugendlichen in Elternhaus, Kindergarten und Schule"
KUNSTHISTORIKERIN EIKE OERTEL-MASCIONI
Andrea Denis hat in ihrer Malerei einen Mittelpunkt - den Menschen.
Sie arbeitet figurativ, liebt die Farben, arbeitet gelegentlich schwarz-weiß oder nur mit drei Farben. Mal ein kräftiges Rot oder tiefes Schwarz in Form und Linie bilden ausdrucksstarke Kontraste zum hellen Bildgrund. Mit der Farbe schafft die Künstlerin Räume, Landschaften, gegenständliche Gebilde, Bewegung, dynamische Energie und dramatisches Geschehen.
Andrea Denis' Bilder haben nichts Endgültiges. Sie sind Momentaufnahmen einer menschlichen Haltung in einer ganz bestimmten Situation. In diesem lebendigen Innehalten bzw. bildhaften Fixieren des Momentes liegt ein großer Reiz ihrer Arbeiten.
Die Malerei und Zeichnung von Andrea Denis zeigen auch ihre verschiedenen Interessen auf. Ihre Bilder beschäftigen sich hauptsächlich mit ihrem Leben als emotionale Antwort auf die Situation um sie herum. Die Künstlerin scheut sich nicht, gelegentlich auch Zerstörungen oder Irritationen des Weiblich-Schönen aufzuzeigen. Zum Kürzel reduzierte weibliche Akte mit ihren fast schon signalartigen Leitlinien und schlängelnden Elementen zeugen von ihrem entschlossenen Formempfinden. Mit der zunehmenden Größe der Bildformate erweitert sich der Bildraum zur Fläche, die den Betrachter nicht mehr einbezieht, sondern ihm einen Standpunkt außerhalb und jenseits des Bildes zuweist. Andrea Denis arbeitet sowohl gegenständlich, als auch gegenstandsfrei. Zentrales Thema ihrer Malerei und Zeichnung sind neben der Darstellung des Menschen Blumen-, Frucht- und GefäßstillIeben sowie Landschaften, Natur und Tiere, Phantasien, Träume und Gedanken verweben sich in ihrem Kopf, wirbeln und toben vor ihrem geistigen Auge, explodieren und zerfallen, um sich dann wieder zu neuen Bildern zusammenzusetzen. Dabei fühlt sich die Künstlerin zunächst als Betrachterin, bis sie sich mitten darin wiederfindet und von ihr gefangengehalten wird. Die Künstlerin sieht ihr Selbst in ihren Arbeiten widergespiegelt.
Andrea Denis unterscheidet zwischen den vor der Natur entstandenen und den "inneren" Bildern. Seherfahrungen, Seherinnerungen und der schöpferische Impuls vermitteln zwischen beiden. Man trifft in ihrem Oeuvre auf sehr unterschiedliche Ausarbeitungen zu Themen wie Liebe, Freiheit oder Frieden, die sie mit viel Phantasie und Symbolik versieht. Andrea Denis' Bilder erzählen aber auch Geschichten vom Kreislauf des Lebens, vom Geborenwerden und Sterben, vom Verhältnis zwischen Mann und Frau, vom Lieben, Leiden, Glauben und Zweifeln. Manches versteht der Betrachter auf Anhieb, anderes bedarf des Nachdenkens bzw. einer gewissen Entschlüsselung. Die assoziativen Bildtitel helfen manchmal dem wenig phantasievollen Betrachter auf die Sprünge. Die Werke sind geprägt vom Kontrast aus Gegenständlichem und Abstrakten, ebenso vom Rhythmus der Linienführung, vom Wechsel der Helligkeiten und von der Mischung verschiedener Techniken. All dies macht die Bilder spannend. Man entdeckt mit jedem Hinsehen wieder neue Elemente. Graphisches schiebt sich mitunter ins malerische Bildgefüge. Wie sehr die Künstlerin das Zeichnerische anzieht, belegen viele ihrer Arbeiten. In den Tuschezeichnungen lassen sich infolge unterschiedlicher Federstärke die Wirkungsmöglichkeiten von Schwarz- und Grauwerten ausschöpfen, durch die sich dann die Vorstellung Räumlichkeit und Stofflichkeit in ihrer optischen Erscheinung herausschält. Der Tuschestrich übernimmt zudem konstruktive Aufgaben, als Binnenzeichnung, als Beschreibung von Texturen und als Veränderung der Oberflächenerscheinung. In anderen Werken bringt die Farbe allein die Form hervor als eine drängende, aktive Gestalt beispielsweise in Rottönen von abgestufter Leuchtkraft oder als ein Zerfließen von Schwarz. Eine leuchtende, oft mit Blau-, Rot- oder Gelbtönen dominierende Farbigkeit spricht Auge und Gemüt ebenso an wie die nur scheinbar spontane Organisation des Farbmaterials. Es gelingt der Künstlerin feinste Farbnuancen herzustellen und gleichzeitig durch Strukturen im Farbauftrag die Oberfläche ihrer Bilder in Bewegung zu setzen und vibrieren zu lassen. Die Berührungen und Verzahnungen der farbigen Flächen steigern den Rhythmus und verdichten die Bewegung der Bilder.
Vom Werk her betrachtet, ist in den letzten Jahren eine Konzentration, eine Verdichtung erfolgt: So hat Andrea Denis z.B. Zeichnungen gemacht, die auf Erscheinungen der Natur hinweisen, in Form von Linien, die das Wesen darstellen und nicht den Gegenstand abbilden; nicht um die Realität wiederzugeben, sondern um sie spontan in Linie, in Bewegung und in Form umzusetzen. Aus dieser, Vorgehensweise heraus sind einige der jüngeren Bilder entstanden. Andrea Denis versucht in ihren Arbeiten dem Wesen der Dinge auf die Spur zu kommen und dieses mit gestalterischen Mitteln zum Ausdruck zu bringen. Ihre Werke fordern vom Betrachter die Bereitschaft, sich auf ein unmittelbar sinnliches Erfahren einzulassen, das über ein rationales, oberflächliches Wiedererkennen von Vertrautem hinausgeht. Im Werk von Andrea Denis geht es um Verwandlung des Gesehenen und Erlebten, des Vorgefundenen und Phantasierten in eine Farbe, Form Struktur, in ein Bild, in Malerei oder Zeichnung. Die Bilder bleiben an optisch sichtbare Vorgaben gebunden. Gerade deshalb werden sie immer erweitert, variiert, phantastisch überlagert, verfremdet, um sich dem Verborgenen anzunähern. Farbe und Linie sind dabei die wichtigsten Ausdrucksmittel.
Andrea Denis stilistisch einzuordnen, fällt schwer. In der Beschränkung der Themenkreise auf figürliche Darstellung, Landschaften und Stillleben zeigt sich, dass die Künstlerin nicht nach aktuellen Tendenzen strebt, sondern in der Durcharbeitung formaler Probleme ihre Aufgabe sieht. Davon geben viele ihrer Werke Zeugnis ab.
Es ist für Andrea Denis ein Stilmittel, den Betrachter zu eigener Interpretation, zu eigenen Träumen und Empfindungen anzuregen. Der Betrachter soll sich in das Bild mit einbeziehen, sich darin bewegen, suchen, kombinieren und entdecken wozu ich Sie hiermit herzlich einlade!
Eike Oertel-Mascioni (Kunsthistorikerin)
